Philographies - Die Gesellschaft tanzt (1992) |
Philographies |

| Stimmt, sie tanzt stetig weiter in einem fort und heiter. Doch die Paare schaun sich, wenn überhaupt, nicht in die Augen, sondern kleinlaut auf Geschmeide und auf Brüste. Natürlich entstehen so Gelüste. Jedoch hat die Lieblosigkeit die Paare vom Bezug zueinander befreit. Man kann nur von einem hohlen Reigen sprechen und dabei zeigen, dass es allerorten lediglich darum geht zu horten. Der Prophet wird keinesfalls beachtet, im Gegenteil, vielmehr verachtet. |
So verliert sich mehr und mehr das Ziel in einem oberflächlichen Lebensstil. Mystik ist zum Lachen, Glauben soll bloss niemand machen. Der Gesandte mit den Hinteraugen schreit, doch seine Worte taugen soviel, wie etwa bei den tauben Stummen. Wobei, im Gegensatz diese, der Gefühle Summen meist noch intakt und mächtig sind, während die Verwöhnten, einmütig blind, über dem Abgrund schweben und auf rosa Wolken Lüge leben. Ein letztes Mal sagt er's Euch jetzt: »Vorsicht, das kommende Feuer verletzt...«. |