Philographien - Das Wiedersehen der Geschwister Sub und Neo Cortex (1992) |
Philographien |

| Studiert und hochgebildet rauchend, denkend in Materie tauchend, mikroskopisch sehr exakt, Moleküle aufgeknackt. Zahlen, Formeln, noch mehr Wissen will die Forschung nimmer missen. Ja, der Schall vom grossen Knall? Urlängst schon ein Fall fürs All. Therapie der Schmerzchemie. Ein krankes Knie? Nur Chirurgie. Spaltatome, Jägerionen, Sterne suchen, Gene klonen. Aller Bomben Herr und Meister? Klar nochmal und Scheibenkleister. |
Wälder holzen, Wolken kratzen, gierig sind des Menschen Tatzen. Sphären löchern, Luft verschmutzen, und mit Säuren sauber putzen. Sklaven mieten, Tiere morden, Kloaken der Touristenhorden. Wirtschaftswachstum ohne Ende, auf daß die Börse Gutes sende. Staaten lenken Zinskredite, Bank versichert Geldrendite. Technokraten, Lobbyisten, Wissenschaftler und Marxisten, Kirchenleute und Regenten, alle wollen sie nur ernten. |
Mittels Medien sehr perfekt, erscheint selbst Wahrheit blank verdeckt. Niemand schuld und aufgeklärt, unser Schicksal ewig währt. Erkoren doch zum besten Wesen, berechnen wir auch Göttern Spesen. Wenn eins da bloss nicht wäre, dies Verdammte. Denn immer kommt der Unbekannte. Urmensch, Kretin und Primat, aus des Stammhirns Räubersaat. Nicht zu zählen, nicht zu deuten, wird es an der Haustür läuten. Fordert Einlass und Begehr. Und hilflos, ohne Gegenwehr, ein jeder, der sich nun versteift, anstelle das YlN zum YANG begreift. |